Die Rechteckimpulsprüfung mit Teilentladungsanalyse
Schnelle Spannungsflanken – jeden einzelnen Impuls im Blick
Moderne Umrichter stellen hohe Anforderungen an die Isolation. Mit der Rechteckimpulsprüfung für das MTC2 R7 bilden Sie diese Beanspruchung realitätsnah nach – und untersuchen Spannungsverlauf und Teilentladungssignal im direkten zeitlichen Zusammenhang.
Für Motoren, Statoren, Wicklungen und impulsgespeiste Isolationssysteme in Entwicklung, Prüflabor und Fertigung.
- Unipolar bis 3 kV oder 6 kV; bipolar ±3 kV
- Spannungsimpuls und TE-Signal gemeinsam erfassen
- Jeden Prüfimpuls einzeln analysieren
- Automatische iO-/niO-Bewertung
- Windung–Windung, Phase–Phase, Phase–Erde
Steile Flanken machen den Unterschied
Vom Rechteckimpuls zum Teilentladungssignal: schematischer Prüfaufbau am Stator.
Schnelle Spannungsänderungen belasten die Wicklungsisolation anders als eine langsam veränderliche Spannung. Während der Impulsflanke kann sich die Spannung ungleichmäßig über die Wicklung verteilen. Besonders die ersten Windungen am Einspeisepunkt können stärker beansprucht werden.
Die Rechteckimpulsprüfung verbindet diese Impulsbelastung mit der Erfassung von Teilentladungen. So lässt sich das Verhalten des Isolationssystems unter hohen dU/dt-Belastungen gezielt untersuchen.
Die ersten Windungen im Fokus
Schnelle Spannungsänderungen belasten die Wicklungsisolation anders als eine langsam veränderliche Spannung. Während der Impulsflanke kann sich die Spannung ungleichmäßig über die Wicklung verteilen. Besonders die ersten Windungen am Einspeisepunkt können stärker beansprucht werden.
Die Rechteckimpulsprüfung verbindet diese Impulsbelastung mit der Erfassung von Teilentladungen. So lässt sich das Verhalten des Isolationssystems unter hohen dU/dt-Belastungen gezielt untersuchen.
Qualitative Darstellung bei einer Anstiegszeit von etwa 100 ns. Die tatsächliche Verteilung hängt unter anderem von Wicklungsgeometrie, parasitären Kapazitäten, Impulsform und Anschlüssen ab.
Impulsanalyse bis ins Detail
Sehen Sie die gesamte Impulsfolge – und untersuchen Sie anschließend jeden erfassten Prüfimpuls separat. Ein Klick auf den gewünschten Impuls in der Geräte-Software öffnet seine Detailansicht einschließlich des zugehörigen Teilentladungssignals.

Originalansicht der Impulsanalyse. Blau: Spannungsverlauf. Rot: Teilentladungssignal.
Links: alle Impulse im Zusammenhang
Die Übersicht macht Unterschiede innerhalb der Impulsfolge sichtbar. Der ausgewählte Impuls ist hervorgehoben.
Rechts: das Detail für Ihre Bewertung
Spannungsflanken und TE-Ereignisse lassen sich zeitlich zuordnen und gezielt untersuchen.
Der tiefe Blick in das Isolationssystem
Die gemeinsame Darstellung von Prüfspannung und TE-Signal unterstützt Sie dabei, Auffälligkeiten zu bewerten und Isolationskonzepte weiterzuentwickeln. Die Rechteckimpulsprüfung eignet sich für unterschiedliche Isolationsstrecken:
- Windung – Windung
- Phase – Phase
- Phase – Erde
Schneller Prüfablauf mit einem klaren Ergebnis
Für schnelle Prüfabläufe legen Sie Impulsanzahl und Bewertungskriterium fest. Das System erfasst die Teilentladungsaktivität und liefert eine automatische Gut-/Schlecht-Bewertung (iO/niO) anhand Ihres Grenzwerts.
1. Parametrieren – Impulsanzahl festlegen
Definieren Sie die Anzahl der Prüfimpulse, zum Beispiel 100 Rechteckimpulse.
2. Bewerten – Grenzwert einstellen
Legen Sie den zulässigen Anteil der Impulse mit erkannter Teilentladung fest, zum Beispiel 10 %.
3. Prüfen – Ergebnis direkt ablesen
Starten Sie die Prüfung. Die farbliche Anzeige macht das Ergebnis unmittelbar erkennbar.

74 % TE-Anteil – der beispielhafte Grenzwert von 10 % ist überschritten.

Die Angaben beziehen sich auf die gezeigten Messbeispiele. TE-Anteil bezeichnet den Anteil der Impulse mit erkannter Teilentladung. Prüfzeit und Bewertung hängen von Parametrierung und Prüfaufgabe ab.
Spannungsklassen und Signalformen
Wählen Sie zwischen unipolarer und bipolarer Ausführung – passend zu Ihrer Prüfaufgabe und Beanspruchung Ihres Isolationssystems.

3 kV unipolar
Rechteckimpulse zwischen 0 und +3 kV
Spitze – Spitze: 3 kV

6 kV unipolar
Rechteckimpulse zwischen 0 und +6 kV
Spitze – Spitze: 6 kV

± 3 kV unipolar
Impulsanzahl festlegen
Spitze – Spitze: 6 kV
Die bipolare Angabe ±3 kV beschreibt die beiden Spannungspegel und entspricht 6 kV Spitze–Spitze. Die passende Geräteausführung stimmen wir mit Ihrer Prüfaufgabe ab.
Twisted-Pair-Prüfung mit extrem schnellen Impulsflanken

Messbeispiel einer Twisted-Pair-Prüfung. Die Detailansicht unterstützt die zeitliche Zuordnung von TE-Ereignissen zum ausgewählten Impuls.
Prüfen Sie verdrillte Lackdrähte mit flexibel einstellbaren Pulsbreiten und Anstiegs- und Abfallzeiten im Bereich von 40–70 ns. Prüfspannung und Teilentladungssignal zeigen das Verhalten der Isolation während der Impulsbelastung.
Pulsbreite flexibel einstellen
Passen Sie die Impulsbelastung an Ihre Prüfanforderungen an.
Flanken und TE-Signal gemeinsam auswerten
Untersuchen Sie das Verhalten der Lackdrahtisolation bis zum einzelnen Prüfimpuls.
MTC2 R7
Universelle Wicklungsprüfgeräte 6, 12, 15, 30, 40 und 50 kV
MTC2-Wicklungsprüfsysteme sind sehr kompakte vollautomatische High-End-Prüfgeräte für unterschiedlichste Wickelgüter in Entwicklung, Produktion und Prüflabor.
Für Produktion, EOL, Automatisierung
Für Prüflabor, F&E, Approbation, Zulassungsprüfungen
Für Reparatur, Wartung und Service
Stoßspannung
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- Ultraschnelle 50 Messungen pro Sekunde
- Phasenvergleich untereinander
- Patentierte Peak-to-Peak-Messung
Teilentladung konform DIN EN 60034-18:2014
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- Passive oder aktive Antenne
- Leitungsgebundene Auskopplung
Ohmscher Widerstand
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- Wicklung
- Temperaturfühler
Isolationswiderstand
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- IR
- PI
- DAR
Hochspannung AC optional
Prüfanschlüsse
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- Standard: 4
- Optional: 7 und mehr

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