MTC2 R7 Wicklungsprüfgeräte
Das High-End-Gerät für die Prüfung von Spulen, Statoren, Ankern und Wickelgütern aller Art
Das MTC2 R7 ist unser Stoßspannungsprüfgerät der Spitzenklasse – kein anderes Prüfgerät bietet eine solche Leistungsvielfalt. Mit dem MTC2 R7 prüfen Sie Spulen, Statoren, Anker und Wickelgüter aller Art nach dem neuesten Stand der Technik – absolut zuverlässig und präzise.
Unser patentiertes Stoßspannungs-Analyseverfahren ist die Basis für unsere technologisch ausgereifte Lösung. Die neueste Generation der Stoßspannungsprüfgeräte MTC2 R7 steht Ihnen in einer fein abgestuften Gerätevielfalt mit Stoßspannungen von 6 kV bis 50 kV zur Verfügung. Das MTC2 R7 bietet eine klare, übersichtliche Darstellung der Prüfungen und das intuitive Bedienkonzept erleichtert die tägliche Prüfarbeit.
Die Integration so vieler verschiedener Prüfmethoden in einem Gerät ist einzigartig:
- Widerstandsprüfung
- Induktivitätsprüfung
- Kapazitätsprüfung
- Isolationswiderstandsprüfung
- Isolationswiderstandsprüfung PI /DAR
- Hochspannungsprüfung DC
- Stufenspannungsprüfung
- Hochspannungsprüfung AC
- Stoßspannungsprüfung
- Teilentladungsprüfung bei Stoßspannung (Normkonform)
- Drehfeldprüfung
Die Key-Facts:
- Patentierte 50 Hz-Pulsfrequenz-Technologie –
die schnellste Teilentladungsprüfung aller Zeiten - Patentiertes Peak-to-Peak-Messverfahren:
Unerreicht zuverlässige Windungsschlusserkennung - 15,6″ Full-HD Touch-Display, tageslichttauglich: optimale Darstellung + Bedienung
- Stoßspannung bis 50 kV
- Prüfen von Elektromotoren und Generatoren bis 500 MW
- 2000 A Stoßstrom
- 125 Joule Stoßenergie
- Anstiegszeit bis 60 ns
- Automatische Prüfmethodenumschaltung
- Patentierte Auswerteverfahren
- Extrem schnelle Messzyklen
- Integriertes, intelligentes Asset‑Management
- Bar-to-Bar (Anker) und Einzelspulenprüfung (z. B. Formspulen)
- Optional: sichere Cloud‑Synchronisation
- Optional: vollintegrierte Akku-Backup-USV
10 Produktvarianten
Alle 10 Produktvarianten zeigenDas MTC2 R7 definiert die Stoßspannungsprüfung neu
Mit dem MTC2 R7 definiert SCHLEICH Geschwindigkeit und Präzision in der Stoßspannungs- und Teilentladungsprüfung neu – kein anderes Prüfgerät bietet mehr Performance und Leistungsvielfalt.
Zum Einsatz kommen neueste Hardware-Technologien gepaart mit modernster .NET Core-Software. Dadurch wird die Genauigkeit der einzelnen Prüfmethoden und die Messgeschwindigkeit deutlich erhöht.

SCHLEICH-PATENT NR. 1
Die Stoßspannungsprüfung ist mit einer Impulsfrequenz von bis zu 50 Hz möglich. Die Prüfzeit der normkonformen Teilentladungs-Einsetzspannungsmessung kann dadurch um bis zu 75 % reduziert werden. Dies verkürzt die Gesamtprüfzeit erheblich und ermöglicht kürzeste Taktzeiten in automatisierten Anwendungen.
SCHLEICH-PATENT NR. 2
Das SCHLEICH „Peak-to-Peak“-Verfahren zur Erkennung von spannungsabhängigen Windungsschlüssen wurde komplett überarbeitet und ermöglicht eine hochempfindliche Fehlererkennung, auch bei Spulen mit sehr hohen Windungszahlen, die in Reihe oder parallel geschaltet sind. Die Fehleranalyse an sehr großen Prüfobjekten im Reparaturbereich wird dadurch wesentlich vereinfacht und der Zeitaufwand für die Fehlersuche auf ein Minimum reduziert.
Einzigartige Gehäusevielfalt
Das MTC2 R7 wurde für ein breites Anwendungsspektrum konzipiert. Es lässt sich exakt an Ihre Bedürfnisse anpassen. Dies wird nicht nur durch eine Vielzahl konfigurierbarer technischer Optionen, sondern auch durch die einzigartige Gehäusevielfalt ermöglicht.
Das bietet Ihnen nur SCHLEICH. Wählen Sie einfach das zu Ihrem Anwendungsgebiet passende Gehäuse aus.

Tragbares Allroundgehäuse
Typische Anwendungsgebiete



- Universell einsetzbar
- Trage- und Aufstellbügel, Neigungswinkel individuell einstellbar
- Alle Anschlüsse auf der rechten Seite
- Betrieb auf dem Tisch oder stehend auf dem Boden
- Industriegehäuse in stabiler Ausführung mit Schockschutz


Tragbares Werkstattgehäuse
Typische Anwendungsgebiete


- Universell einsetzbar
- Trage- und Aufstellbügel, Neigungswinkel individuell einstellbar
- Alle Anschlüsse auf der rechten Seite
- Bedienfeld und Display werden durch stabile Abdeckhaube geschützt
- Deckel und Boden mit Aluplatten verstärkt
- Geräumige Zubehörtasche
- Hochwertiges verstärktes Industriegehäuse mit integrierter Stoßdämpfung – auch für den harten mobilen Einsatz


Tischgehäuse
Typische Anwendungsgebiete



- Alle Anschlüsse auf der Rückseite
- Solide seitliche Tragegriffe
- Praktische Aufstellfüße

19″-Einbaugehäuse
Typische Anwendungsgebiete



- Alle Anschlüsse auf der Rückseite
- Einbaufertige Lieferung zur Montage in einen 19“-Schrank

Hardcase-Gehäuse
Typische Anwendungsgebiete



- Robustes Outdoor-Gehäuse mit integrierten Schockabsorbern
- Klappdeckel zum Schutz der Front- und Rückseite
- Industriegehäuse in sehr stabiler Ausführung mit Schockschutz – auch für den harten mobilen Einsatz


Standpultgehäuse
Typische Anwendungsgebiete



- Für die Geräteversionen mit 30 kV, 40 kV und 50 kV
- Robustes Metallgehäuse mit großen Rollrädern
- Stabiler Griff zum Schieben oder Rangieren
- Optional auch für die Geräteversionen mit 6 kV, 12 kV und 15 kV erhältlich
- Industriegehäuse in stabiler Ausführung mit Schockschutz

Das MTC2 R7 im Allroundgehäuse
6 kV, 12 kV und 15 kV
Alle Komponenten sind in einem speziell angefertigten, robusten Industriegehäuse untergebracht. Die empfindliche Messtechnik wird im Gehäuse zusätzlich durch Schockabsorber vor Stößen und Vibrationen geschützt.

Ein Prüfgerät kann noch so gut sein – es muss sich auch nahtlos in eine bestehende Infrastruktur einfügen. Deshalb ist das Anschlusspanel des MTC2 R7 in der Standardausführung dezent an der Seite eingelassen und somit leicht zugänglich. Egal, ob Sie das Gerät auf dem Tisch oder stehend auf dem Boden betreiben, alle Anschlüsse sind jederzeit bequem erreichbar.

Das MTC2 R7 im Werkstattgehäuse
6 kV, 12 kV und 15 kV
Das Werkstattgehäuse basiert auf dem Allroundgehäuse und ist zusätzlich mit massiven Aluminiumplatten an Deckel und Boden verstärkt. Die stabile, klappbare Frontabdeckung schützt das Bedienfeld und das Display während des Transports vor Beschädigungen.
In der Zubehörtasche, die auf dem Deckel des Geräts befestigt wird, finden Anschlusskabel, Klemmen und weiteres Zubehör Platz.
Wie auch im Standardgehäuse, wird die empfindliche Messtechnik im Gehäuse zusätzlich durch Schockabsorber vor Stößen und Vibrationen geschützt. Selbst harte Stöße werden durch unsere spezielle Dämpfungstechnologie zuverlässig abgefangen.


Das Gerät im Werkstattgehäuse verfügt zusätzlich über eine integrierte LED-Warnampelleuchte.



Die klappbare Frontabdeckung wird für den Transport mit Schnappverschlüssen gesichert. Bei Bedarf ist sie schnell und leicht abnehmbar.


Die Zubehörtasche bietet Platz für Anschlusskabel, Klemmen und weiteres Zubehör.

Das seitliche Anschlusspanel
Das MTC2 R7 im Tisch- und 19”-Einbaugehäuse
6 kV, 12 kV und 15 kV
Bei den Tisch- und 19”-Einbaugeräten befinden sich alle Anschlüsse auf der Rückseite. Dadurch lässt sich das MTC2 R7 einfach und komfortabel in ein 19”-Rack integrieren.
Für die Fernsteuerung verfügen diese Gerätevarianten standardmäßig über ein zusätzliches SPS I/O-Interface. Darüber hinaus können die Geräte mit weiteren Schnittstellen und Feldbussen erweitert werden.

Die Anschlüsse auf der Geräterückseite
Das MTC2 R7 im Standpultgehäuse
30 kV, 40 kV und 50 kV
Das MTC2 R7 mit 30 kV, 40 kV und 50 kV Stoßspannung ist das Prüfgerät für Statoren, Elektromotoren und Generatoren, die mit Hochspannung betrieben werden.
Das Prüfgerät ist in einem sehr robusten und rollbaren Standpultgehäuse verbaut. Innerhalb des Gehäuses ist die empfindliche Messtechnik durch zusätzliche Schockabsorber vor Stößen und starken Vibrationen geschützt. Die großen Laufräder ermöglichen eine gute Manövrierbarkeit auch auf unebenem Untergrund.
Dank eines großen, verstellbaren Monitors lässt sich das Stand-alone-Gerät mit Tastatur und Maus in jeder Situation komfortabel und ergonomisch bedienen.
Der gesamte Prüfablauf – inklusive Induktivitäts- und Kapazitätsmessung – erfolgt vollautomatisch. Die im MTC2 R7 integrierte Prüfmethodenumschaltung schaltet die einzelnen Prüfungen auf die vordefinierten Wicklungsanschlüsse.
Das MTC2 R7 ist standardmäßig mit zwei Wicklungsanschlüssen (HV+ und HV-) und einem Körperanschluss ausgestattet. Damit können sowohl Formspulen als auch komplette Statorwicklungen geprüft werden. Optional bieten wir die Erweiterung auf drei Wicklungsanschlüsse (U, V, W und Körper) an.


Ergonomisch: Der große verstellbare Monitor und die Ablagefläche für Tastatur und Maus

Praktisch: Die rückseitig angebrachte Kabelaufwicklung für die Prüfleitungen und der Stauraum für Zubehör wie Kelvinzangen, Fußtaster usw.

Bei den 30 kV- und 40 kV-Geräteversionen sind die Anschlüsse optional auch steckbar erhältlich.

Bei der 50 kV-Geräteversion sind die Anschlüsse hingegen immer fest verbaut.
Die Anschlüsse auf der Geräterückseite
Das Softwarekonzept
Automatische, kostenlose Online-Updates over the air
Alles dreht sich um das Prüfobjekt:
Die neue Software wurde komplett überarbeitet und basiert auf moderner .Net-Technologie. Das MTC2 R7 präsentiert sich mit modernen und übersichtlichen Darstellungen, die eine intuitive Bedienung ermöglichen. Um die Bedienung per Touch im mobilen Einsatz oder in der Werkstatt zu gewährleisten, können viele Einstellungen größer dargestellt werden. In Verbindung mit einer großen Touch-Tastatur kann die Software so auch ohne Maus und Tastatur komfortabel bedient werden.
Die Prüfobjektdatenbank bietet einen optimalen Überblick über jedes angelegte Prüfobjekt. Neben einer Übersicht über die einzelnen zugeordneten Parameter wie Hersteller, Seriennummer und Typ werden auch alle Prüfergebnisse angezeigt.
In der Software können beliebig viele Prüfobjekte/Prüfobjekttypen angelegt werden. Diesen können nun weitere Informationen zugeordnet werden:
- Typenschildinformationen
- Bilder des Typenschilds oder des Prüfobjekts
- Standortinformationen
- Logbucheinträge zur Dokumentation beliebiger Informationen
- Mehrere Prüfpläne, z. B.:
Eingangsprüfung
Ausgangsprüfung
Typprüfung - Prüfergebnisse


Workflow und Werkerführung
Für Reparatur, Service und Fertigung stehen umfassende Workflow- und Werkerführungsfunktionen bereit, die eine strukturierte und zuverlässige Vorgehensweise unterstützen.
Prüfarten wie Eingangs-, Zwischen- oder Ausgangsprüfungen lassen sich für beliebige Elektromotortypen frei konfigurieren. Prüfergebnisse werden diesen Prüfarten automatisch zugeordnet, sodass eine durchgängige Dokumentation gewährleistet ist.
Anweisungen, Checklisten und Bilder erweitern die Prüfsequenzen und erleichtern die Durchführung einzelner Schritte.
Beispiele:
- Bildanleitung zum korrekten Anschluss des Prüfobjekts
- Kurzer Hinweis wie „Bitte auf saubere Massekontaktierung achten“
- etc.

Einrichtbetrieb
Während der Erstellung des Prüfplans können Prüfschritte jederzeit gestartet werden. Dies ermöglicht die genaue Konfiguration eines jeden Prüfschritts.
Beispiel:
Die Zeiten für die Rampenfunktionen lassen sich so einfach ermitteln und direkt in den Prüfschritt übernehmen. Ein Wechsel aus der Prüfplanbearbeitung in den Prüfmodus gehört der Vergangenheit an.

Benutzermanagement
Im Benutzermanagement können für jeden Anwender individuelle „Benutzerrollen“ zugewiesen werden. Über diese Benutzerrollen können Anwenderrechte zentral gesteuert werden, bspw. für Administratoren oder Benutzer, die Sollwerte verändern oder ausschließlich vorgegebene Prüfabläufe durchführen dürfen. Dazu müssen sich alle Benutzer mit ihrem Passwort anmelden.
Dank des Betriebssystems Windows 11® ist praktisch jede Form der Eingabe denkbar: Ob Tastatur, Bildschirmeingabe, Scanner oder RFID – alles ist möglich.

Measurement-Funktion
Die Oszilloskopfunktion ist vom Feinsten. Zu jeder Messung werden, wenn möglich, Strom-, Spannungs- und Widerstandskurve nicht nur als Zahlenwerte, sondern auch als Oszillogram ausgegeben.
Über die „Measurement“-Funktion können Sie Cursor an beliebige Stellen im Diagramm setzen und so Amplituden, Widerstandswerte und Zeiten im Auswahlbereich bestimmen.
Auf diese Weise kann ein Widerstandswert zu einem bestimmten Zeitpunkt sehr exakt bestimmt werden. Auch die Anstiegszeit einer Stoßspannung lässt sich auf einfache Weise ermitteln.

Autotest
Für die automatische Prüfplanerstellung müssen lediglich die Daten, die dem Typenschild entnommen werden können, in die Software eingegeben und die für die Prüfung erforderlichen Prüfmethoden festgelegt werden.
Das MTC2 R7 berechnet daraufhin die Prüfsollwerte für die Prüfmethoden unter Berücksichtigung der aktuellen Normen automatisch. Die Berechnung* basiert dabei auf über 70 Jahren SCHLEICH-Erfahrung in der Prüfung von Wickelgütern.
So wird der Prüfalltag erleichtert. Das Knowhow von SCHLEICH macht es möglich.
* Berechnung der Prüfspannung ohne Gewähr!

Volltextsuche
Anhand der zuvor eingegebenen Informationen können sämtliche Ergebnisse zu jeder Zeit schnell wiedergefunden werden. Das Auffinden von Ergebnissen wird durch die integrierte Volltextsuche erleichtert und beschleunigt.
Die Prüfleitungen und die automatische Prüfmethodenumschaltung
Mit den fünf Prüfleitungen des MTC2 R7 können alle relevanten Wicklungsanschlüsse gleichzeitig kontaktiert werden. Die drei Phasenanschlüsse sowie der Sternpunkt (falls vorhanden und zugänglich) werden mit vier Prüfleitungen angeschlossen. Durch den vierten Prüfanschluss am Sternpunkt erreichen Sie eine einzigartige Erhöhung der Prüfgenauigkeit. Der fünfte Prüfanschluss wird am Stator-/Elektromotorgehäuse angeschlossen. Er wird für die Isolationsprüfung zwischen Wicklung und Blechpaket benötigt.
Benötigen Sie in der Regel immer mehr als vier Prüfanschlüsse, z. B. um zusätzliche Sensoren oder nicht angeschlossene Prüfobjekte zu kontaktieren? Dann ist eine Erweiterung des MTC2 R7 auf insgesamt acht Messanschlüsse + Köper möglich.
Die automatische Prüfmethodenumschaltung
Nach dem Anschließen des Prüfobjektes prüft das MTC2 R7 automatisch an allen fünf Klemmen. Durch die integrierte Prüfmethodenumschaltung entfällt das manuelle Umklemmen der Anschlüsse. Unsere Prüfmethodenumschaltung sorgt für einen schnellen und automatischen Wechsel zwischen den verschiedenen Prüfmethoden. Da die Spannungsunterschiede zwischen den Prüfmethoden sehr groß sein können, steht die Zuverlässigkeit der Umschaltung an erster Stelle. Eine Widerstandsprüfung mit 3 V wird genauso zuverlässig auf das Prüfobjekt umgeschaltet wie eine Hochspannungsprüfung mit 15 kV. Ohne Kompromisse!
Bei Prüfobjekten mit mehreren Anschlüssen ist es wirtschaftlicher, alle Anschlüsse des Prüfobjekts sofort mit dem Prüfgerät zu verbinden. Das Prüfgerät führt dann vollautomatisch alle Prüfungen zwischen allen Anschlusspunkten durch. Diese Vorgehensweise reduziert die erforderliche Taktzeit und damit die Kosten einer Prüfung und vermeidet Fehler. Die Umschaltung zwischen den verschiedenen Anschlüssen wird durch flexible Umschaltmatrizen realisiert.
Die Prüfmethoden
Stoßspannungsprüfung
Für Präzisionsfetischisten: Selbst kleinste Fehler bleiben dem MTC2 R7 nicht verborgen. Mit der durchdachten Vielzahl an exzellenten Auswertemethoden, die beliebig kombiniert werden können, realisieren Sie die 360°-Analyse Ihres Prüfobjekts. In Kombination mit modernster Hardware zur Signalerfassung bietet SCHLEICH eine äußerst detaillierte und sehr genaue Fehleranalyse. Fehlinterpretationen werden so auf ein Minimum reduziert.
Die Parametrierung auf die auszuwertenden Signale erfolgt nahezu vollautomatisch. Das Prüfgerät wählt selbständig die für das Signal günstigsten Einstellungen, um die maximale Empfindlichkeit zu erreichen. Zusätzlich verfügt das MTC2 R7 über eine automatische Spannungskorrektur. Die Prüfspannung wird in Abhängigkeit vom jeweiligen Prüfobjekt immer optimal eingestellt. Dies erleichtert die Fehlerdiagnose erheblich, so dass sehr schnell eine fundierte Aussage über den Zustand Ihrer Elektromotoren qualifiziert und routiniert getroffen werden kann.
Die Auswertung basiert wahlweise auf einem zuvor gespeicherten Referenzsignal, auf einem automatischen Vergleich aller drei Phasen untereinander oder erfolgt mit Hilfe der neuen, patentierten Peak-to-Peak-Methode.
Mit dem MTC2 R7 können Stoßspannungsprüfungen mit einer Impulsfrequenz von bis zu 50 Hz durchgeführt werden. Dies ermöglicht eine erhebliche Verkürzung der Prüfzeit, was sich besonders in Kombination mit der Teilentladungs-Einsetzspannungsmessung RPDIV (optionale Erweiterung) bemerkbar macht.
Teilentladungsprüfung bei Stoßspannung
– Optionale Erweiterung –
Die Teilentladungsprüfung dient zur Überprüfung der Wicklungsqualität von Wickelgütern. Im Wesentlichen geht es darum, Qualitätsmängel an Wicklungen aufzudecken, die mit der herkömmlichen Hochspannungsprüfung oder auch der Stoßspannungsprüfung alleine nicht erkennbar sind.
Die Koppeltechnik in Kombination mit hochfrequenter Filtertechnik macht das System extrem störfest. Daher ist es für den Einsatz im Feld oder in der Fertigung bestens geeignet.
Die Prüfung erfolgt entweder manuell oder vollautomatisch. Im manuellen Betrieb erhöht der Anwender die Spannung unter Beobachtung des Teilentladungssignals.
Der automatische Betrieb ermöglicht über eine Prüfsequenz die Analyse aller drei Phasen vollautomatisch. Pro Phase werden dabei folgende Werte ermittelt:
- PDIV (Einsetzspannung)
- PDEV (Aussetzspannung)
- RPDIV (repetierende Einsetzspannung)
- RPDEV (repetierende Aussetzspannung)
Es ist nicht notwendig, die gesamte Rampe zu fahren. Wenn in der Produktion schnell zwischen i.O. und n.i.O. unterschieden werden muss, kann optional die patentierte 50 Hz-High-Speed-Prüfung durchgeführt werden. Alternativ kann mit einer festen Prüfspannung gearbeitet werden.

Die Teilentladungs-Einsetzspannungsmessung war bisher eine sehr zeitaufwendige Prüfung. Sie kann z. B. bei einem 3-phasigen Prüfling bis zu 8,5 Minuten dauern (je nach Parametrierung der Prüfschritte). Mit der neuen, patentierten Stoßspannungsprüfung des MTC2 R7 kann diese Zeit um ca. 75 % reduziert werden (bei gleicher Parametrierung der Prüfschritte).
Die Teilentladungsmessung (Filterung und Analyse) ist vollständig im MTC2 R7 integriert. Lediglich die Auskopplung (Messung) des eigentlichen Teilentladungssignals erfolgt außerhalb des Geräts. Dies ist notwendig, um sich an die jeweilige Messsituation optimal anzupassen. Sowohl die Antenne als auch der spezielle Koppler (optional erhältlich) lassen sich wahlweise am MTC2 R7 anschließen.

Isolationswiderstandsprüfung
Die im Grundgerät integrierte Isolationswiderstandsprüfung ist speziell für die Prüfung von elektrischen Antrieben ausgelegt. Die Prüfspannung wird automatisch auf die Prüfleitung geschaltet, die auch für die Stoßspannungs- und Widerstandsprüfung verwendet wird. Ein Umklemmen am Prüfobjekt während der einzelnen Messungen ist nicht erforderlich. Die Umschaltung erfolgt vollautomatisch bis zu einer Prüfspannung von 50 kV im Prüfgerät.
Die Software bietet vorkonfigurierte Prüfabläufe für PI, DAR, Hochspannung DC, MegaOhm und Stufenspannung. In Verbindung mit der neuen vollautomatischen Rampenzeitermittlung wurde die Bedienung wesentlich vereinfacht. Um das Prüfgerät auch für spezielle Anwendungen optimal zu konfigurieren, können alle Parameter auch separat eingestellt werden. Dazu gehören unter anderem folgende Funktionen:
- Getrennte Stromgrenzwerte während der Rampenphase und Prüfphase
- Anlegekontrolle über eine Mindeststromüberwachung
- Temperaturkompensation des Isolationswiderstandes gemäß IEEE Std 43
Isolationswiderstandsprüfung mit Rampe
In der Regel wird die Rampenzeit manuell von Prüfobjekt zu Prüfobjekt einzeln definiert und festgelegt. Hierbei ist aber darauf zu achten, dass maximale Ladeströme nicht überschritten werden dürfen.
Durch die im Lieferumfang enthaltene automatische Ladestromerkennung in der Anfangsphase der Rampenfunktion bestimmt das MTC2 R7 die kürzeste Rampenzeit.
Selbstverständlich ist es dennoch möglich, die Rampenfunktion individuell zu parametrieren. Dafür wird die Rampendauer ausgewählt und als Bewertungskriterium der maximal zulässige Ladestrom eingestellt.
- Automatische Ladestromerkennung für minimale Rampenzeit
- Rampe und Prüfzeit einstellbar
- Grafische Darstellung von Strom-, Spannungs- und Isolationswiderstand in einem Diagramm
- Entladung nach der Prüfung wird dargestellt und protokolliert

Widerstandsprüfung
Das MTC2 R7 ist bereits in der Basisvariante mit einer Widerstandsprüfung ausgestattet. Dadurch ist die Prüfung von Phasenwiderständen, Temperaturfühlern (NTCs, PTCs und KTYs) sowie Einzelspulen möglich, ohne dass die Prüfleitungen umgeklemmt werden müssen. Dank der integrierten Prüfmethodenumschaltung erfolgt die Prüfung unverzüglich und vollautomatisch über die bereits an dem Prüfobjekt angeschlossenen Prüfleitungen.
Temperaturkompensation
- Temperaturfühleranschluss direkt am Gerät
- Anschließbare Sensoren:
-
- Raumtemperaturfühler
- Objekttemperaturfühler
- Pyrometer
- Hygrometer und Barometer
- Drei unabhängige Eingangssignale mit je 0 – 10 V oder 4 – 20 mA
- Messbereich 0 – 100 °C (32 – 212 °F)
- Bezugstemperatur einstellbar
- Vollautomatische Kompensation der Widerstandswerte für Kupfer, Aluminium sowie Temperaturfühler

Induktivitäts- und Kapazitätsprüfung
– Optionale Erweiterung zur Widerstandsprüfung –
Der Einsatz einer Kapazitätsmessbrücke gehört der Vergangenheit an. Nutzen Sie die im MTC2 R7 optional integrierte Messbrücke zur hochgenauen Messung von Induktivitäten, Impedanzen und Kapazitäten.
Folgende Auswertemöglichkeiten stehen zur Verfügung:
- Vergleich des Istwerts zu einem vorgegebenen Sollwert
- Bestimmung der Symmetrie (Streubreite) aller drei Phasen

Hochspannungsprüfung AC
– Optionale Erweiterung –
Die Hochspannungsprüfung AC kann in das MTC2 R7 integriert werden und wird sofort automatisch auf die Messklemmen geschaltet. Ein Umklemmen ist nicht notwendig. Die Prüfung erfolgt vollautomatisch über die bereits am Prüfobjekt angeschlossenen Messleitungen.
Durch die Integration der Hochspannungsprüfung ist diese Erweiterung nur in der 19”- oder Tischausführung verfügbar. Das Gerät wächst dadurch auf 10 HE.

Drehfeldprüfung
– Optionale Erweiterung –
Mit Hilfe der Drehrichtungsprüfung kann das Drehfeld eines Stators gemessen und bewertet werden. Die Prüfung erfolgt berührungslos mit einer Drehfeldsonde, die in den Stator hineingelegt oder auf einem Prüfobjekthalter montiert wird.
Das Drehfeld wird durch eine elektronische Quelle erzeugt, die die 3-phasige des Elektromotors simuliert. Mit dieser Prüfung können Verschaltungsfehler in der Fertigung noch vor der Montage des Elektromotors erkannt werden.

Das Prüfprotokoll
Alle Prüfergebnisse können entweder direkt nach der Prüfung oder zu einem späteren Zeitpunkt auf dem modernen Standardprotokoll ausgegeben werden. Die Sprache des Protokolls kann vor der Ausgabe individuell gewählt werden. Die Protokollierung erfolgt nach IEC 61934. Als Standardsprachen sind Deutsch, Englisch, Chinesisch, Dänisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch hinterlegt.
Ausdruck auf Papier
An das MTC2 R7 kann jeder mit Windows® kompatible Drucker angeschlossen werden. Wie in Windows® üblich, genügt ein Klick auf das Druckersymbol und alle Prüfergebnisse werden automatisch ausgedruckt.
PDF-Datei erzeugen
Auf Wunsch erzeugt das MTC2 R7 eine PDF-Datei, die auf einem USB-Stick, der internen Festplatte oder unter einem beliebigen Netzwerkpfad gespeichert wird. Die Speicherung auf dem USB-Stick erfolgt vollautomatisch im Hauptverzeichnis. Es ist kein „Kopieren und Einfügen“ in Windows® erforderlich.
Erzeugung einer CSV-Datei (optional)
Optional kann das MTC2 R7 nach einem Prüfablauf auch eine CSV-Datei erzeugen. Die Datei wird unter einem beliebigen Netzwerkpfad gespeichert. Die Daten, die in die CSV-Datei übertragen werden, sind frei konfigurierbar und können an Ihre Bedürfnisse angepasst werden.
Das MTC2 R7 im Netzwerk
Prüfpläne und Prüfergebnisse können lokal oder alternativ auf einem zentralen Server gespeichert werden. Dies gewährleistet eine hohe Datensicherheit und einen optimalen Datenaustausch zwischen verschiedenen Prüfsystemen.
Das MTC2 R7 arbeitet bereits in der Standardkonfiguration optimal in allen Netzwerkinfrastrukturen. Diese Eigenschaft bietet die ideale Plattform zum Sammeln, Verwalten, Analysieren und Verteilen von Informationen.
Automatische Daten-Synchronisation
Sämtliche Prüfobjektdaten, Prüfpläne, Prüfergebnisse und Benutzerinformationen können effizient über mehrere Prüfgeräte hinweg synchronisiert werden. Dadurch ist jedes Prüfgerät bzw. jede Desktop-Workstation stets auf dem neuesten Stand, ohne dass ein Austausch von Daten über einen zusätzlichen Datenträger erforderlich ist.
Die Workstation-Software bietet Ihnen jederzeit einen umfassenden Überblick über alle Prüfergebnisse. Prüfpläne können bequem vom Büroarbeitsplatz aus bearbeitet werden.
Nutzen Sie die umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten, um festzulegen, welche Daten, Benutzerzugänge und Ergebnisse für welches Prüfsystem bestimmt sind und welche nicht.

Offlinebetrieb | Netzwerkausfall
Die Software ermöglicht den Betrieb des Prüfgeräts auch ohne Netzwerkverbindung. Somit ist eine kontinuierliche Prüfung gewährleistet. Das ist beispielsweise bei einem Netzwerkausfall oder einem Außeneinsatz erforderlich.

Jedes Prüfgerät speichert automatisch lokale Kopien der aktuellen Server-Prüfplandatenbank, um bei einem eventuellen Netzwerkausfall weiterarbeiten zu können.

Bei einem Netzwerkausfall werden die lokalen Prüfpläne verwendet und die Prüfergebnisse lokal auf dem Prüfgerät gespeichert.

Nach Wiederherstellung der Netzwerkverbindung überträgt das Prüfgerät die Prüfergebnisse automatisch zurück an den Server, so dass die Server-Datenbank wieder auf dem aktuellen Stand ist.
Optionale Hardware-Erweiterungen
Der VoltageAnalyzer
Der VoltageAnalyzer dient zur Messung von Stoßspannungssignalen direkt an der Elektromotorwicklung. Der Frequenzgang deckt den Bereich von DC bis zu sehr hohen Pulsfrequenzen im MHz-Bereich ab. Damit ist der VoltageAnalyzer ideal für hochgenaue Stoßspannungs- und Teilentladungsmessungen geeignet. Der VoltageAnalyzer misst Spannungen und Spannungsspitzen direkt dort, wo sie auftreten. Dies kann z. B. im Elektromotor am Motorklemmbrett oder direkt an den Wicklungsanschlüssen sein.
Spannungsmessung bei Stoßspannung und Teilentladung
Es kann vorkommen, dass die intern im Stoßspannungsprüfgerät gemessene Spannung nicht genau mit der Spannung am Prüfobjekt übereinstimmt. Dies liegt daran, dass die in Messleitungen unvermeidlichen Leitungsinduktivitäten und Kapazitäten zwischen den Messleitungen den Spannungsverlauf des Stoßsignals auf dem Weg zum Prüfling verändern können. Dies geschieht umso stärker, je steiler der Stoßimpuls ansteigt.
Um z. B. bei einer Teilentladungsprüfung die tatsächlich am E-Motorklemmbrett anliegende Teilentladungs-Einsetzspannung genau zu messen, ist daher eine Messung mit dem VoltageAnalyzer direkt am Klemmbrett erforderlich.

Der Ankerbooster
Für die Prüfung von Ankern ist für das Prüfgerät MTC2 R7 ein zusätzlicher Ankerbooster erhältlich. Dieser wird für die Prüfung an größeren, niederinduktiven Gleichstromankern benötigt. Der Ankerbooster erhöht den Stoßstrom um den Faktor 10, um Kurzschlüsse und Isolationsfehler zwischen den Lamellen zu finden.
Der Ankerbooster wird an die Prüfleitungen des MTC2 R7 angeschlossen. Am Ausgang des Boosters stehen dem Anwender zwei solide Prüfspitzen zur Verfügung. Zusätzlich zeigt eine integrierte Warnleuchte an, ob die Klemmen spannungsfrei sind. Ein akustisches Signal zeigt an, ob die Prüfung i.O. oder n.i.O. ist.

Alle Fakten im Überblick
Prüfgeräte mit 6, 12, 15, 30, 40 und 50 kV Stoßspannung


- Die schnellste Teilentladungsprüfung aller Zeiten dank patentierter 50 Hz-Pulsfrequenz-Technologie
- Unerreicht zuverlässige Windungsschlusserkennung durch das neue, patentierte Peak-to-Peak-Messverfahren
- Das 15,6″ Full-HD Touch-Display ermöglicht eine optimale Darstellung und Bedienung
- Stoßspannung bis 50 kV
- Stoßstrom 2.000 A
- Stoßenergie 125 Joule
- Anstiegszeit ≥ 60 ns
- Normgerechte Teilentladungsprüfung
- Geeignet für Elektromotoren und Generatoren bis 500 MW
- Einzigartige Vielfalt von Analyseverfahren
- Integrierte Prüfmethoden: Surge | PD | IR, PI, DAR | HV-DC | R | L | C | Drehfeld
- Ankerprüfassistent, Ankeradapter und Ankerbooster
- bis zu 5 Prüfanschlüsse | 4 x Wicklungen, 1 x Stator-/Elektromotorgehäuse
- Schnelles manuelles Prüfen ohne Prüfplan
- Automatisch ablaufende Prüfung mit automatisiertem Gut-/Schlecht-Vergleich
- Nahezu uneingeschränkte Kompatibilität dank integriertem Windows 11®-PC
- Prüfprotokolldruck plus PDF-Erzeugung
- Ausdruck auf jedem beliebigen Windows-Drucker
- Datenbank ohne Limit für Prüfpläne und Prüfergebnisse
- Flexible Konnektivität: WiFi + Bluetooth
- Zahlreiche Schnittstellen zur Fernsteuerung (Ethernet, Feldbus)
- Intuitive Bedienung über Touchscreen, Maus und Tastatur
- Fernwartung und Fernkalibrierung
- Optimal für OEMs – fernsteuerbar zur Automatisierung
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