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GLP2-BASIC Sicherheits- und Funktionsprüfgeräte

Einzelprüfgeräte für Hochspannungs- und Widerstandsprüfung

Multifunktionsprüfgeräte für universelle Sicherheits- und Funktionsprüfungen

Mit dem Einzel- oder Multifunktionsprüfgerät GLP2-BASIC untersuchen Sie Elektroprodukte unterschiedlichster Art nach aktuellem Stand der Technik. Dank vieler intelligenter Funktionen deckt das Prüfgerät sämtliche Anwendungsfelder moderner Sicherheits- und Funktionsprüftechnik ab. Es eignet sich für Produktion, Labor, Prüffeld, Qualitätssicherung, Automatisierung und mehr.

Die Möglichkeit zur flexiblen Prüfplanerstellung, Prüfauftragsdateneingabe wie Seriennummer, Ergebnisspeicherung, frei konfigurierbarer Etikettendruck, Barcodefunktion und viele weitere Features lassen keine Wünsche offen.

Die Prüfmethodenkombinationen sind beim GLP2-BASIC genauso vielfältig wie die unterschiedlichen Anforderungen in Industrie und Prüfinstituten. Zur Auswahl stehen 50 Gerätevarianten mit verschiedenen Prüfmethodenkombinationen.

Die Key-Facts:

  • Einzel- und Multifunktionsprüfgeräte
  • Schutzleiterprüfgeräte bis 30 A
  • Isolationsprüfgeräte bis 6 kV
  • Hochspannungsprüfgeräte AC bis 6 kV
  • Hochspannungsprüfgeräte DC bis 6 kV
  • Funktionsprüfung bis 16 A
  • Manuelle Prüfungen
  • Voll- und teilautomatisch ablaufende Prüfung
  • Vollautomatische Prüfmethodenumschaltung
  • PL e, SIL 3, Cat. 4-Sicherheitskreis (je nach Gerätevariante und Gefährdungsgrad)
  • Kurze Lieferzeit bzw. ab Lager

54 Produktvarianten

GLP2-BASIC 1040

Prüfmethoden » PE · Iso · HV AC
GeräteartMultitest-Sicherheitsprüfgerät
Schutzleiter30 A @ 6/12 V
Isolation1 kV / ≤10 GΩ
Hochspannung AC6 kV @ 100 mA
PrüfpunkteL1, N, PE, Prüfspitze
PrüfanschlussPrüfanschluss hinten, 10-polig, optional
Prüfspitze am Anschlusskasten, optional
Sicherheitskonzept2-kanalig
Bauform19"-Gehäuse, 4 HE • optional mit Montagekit für 19"-Rack
Verfügbarkeitin 5 Werktagen
Bestellnummer 40107009

GLP2-BASIC 1930

Prüfmethoden » PE · Iso · HV AC · HV DC · Abl · Fkt
GeräteartSicherheits- & Funktionsprüfgerät
Schutzleiter30 A @ 6/12 V
Isolation1 kV / ≤10 GΩ
Hochspannung AC6 kV @ 100 mA
Hochspannung DC6 kV @ 4 mA
Ableitstrom1-phasig
Funktion AC 1-phasig12–260 Veff AC @ max. 5 A
PrüfanschlussPrüfsteckdose vorne, länderspezifisch
Prüfanschluss hinten, 10-polig, optional
Prüfspitze am Anschlusskasten, optional
Sicherheitskonzept2-kanalig
Bauform19"-Gehäuse, 4 HE • optional mit Montagekit für 19"-Rack
Verfügbarkeitin 5 Werktagen
Bestellnummer 40107036

GLP2-BASIC 1322

Prüfmethoden » PE · Iso · Fkt AC · Fkt DC
GeräteartSicherheits- & Funktionsprüfgerät
Schutzleiter30 A @ 6/12 V
Isolation1 kV / ≤10 GΩ
Funktion AC 1-phasig12–260 Veff AC @ max. 5 A
PrüfanschlussPrüfsteckdose vorne, länderspezifisch
Anschluss für Prüfspitze
Prüfanschluss hinten, 10-polig, optional
Sicherheitskonzept2-kanalig
Bauform19"-Gehäuse, 4 HE • optional mit Montagekit für 19"-Rack
Verfügbarkeitin 5 Werktagen
Bestellnummer 40107051
Alle 54 Produktvarianten zeigen

Das GLP2-BASIC. Exzellente Technik robust verpackt.

Die Integration von bis zu 21 Prüfmethoden in einem kompakten Gerät ist in dieser Klasse einzigartig. Das GLP2-BASIC bietet eine klare und übersichtliche Darstellung der Prüfungen und das intuitive Bedienkonzept erleichtert den Prüfalltag enorm.

Die komplette Hard- und Software wird von SCHLEICH selbst entwickelt und getreu unserem Motto – Made in Germany – komplett bei uns im Sauerland gefertigt. Unsere Innovationen setzen technologische Maßstäbe in der modernen Sicherheits- und Funktionsprüfung.

Das GLP2-BASIC lässt sich komfortabel in eine Produktionslinie integrieren. Die Geräteabmessungen basieren auf einem 19“-Gehäuse mit Einbaurahmen, wodurch sich das Prüfgerät perfekt in Ihre Anlage implementieren lässt. Zusätzliche flexible Schnittstellen ermöglichen Ihnen eine komplette Fernsteuerung. Die Anbindung an einen Leitrechner oder eine SPS ist sehr leicht zu realisieren.

Die Anschlüsse auf der Geräterückseite

Die Serienausstattung

Funktion und Technik

  • Manueller Prüfablauf
  • Halbautomatischer Prüfablauf
  • Vollautomatischer Prüfablauf
  • 4 GB interner Datenbankspeicher
  • Integrierte Prüfplandatenbank für bis zu 10.000 Prüfpläne
  • Integrierte Prüfergebnisdatenbank für bis zu 250.000 Prüfschritte

Kommunikation

  • 2 x USB auf der Frontseite
  • 4 x USB auf der Rückseite
  • LAN-Schnittstelle
  • 1 x RS232
  • USB-, RS232-Automatisierungsinterface
  • SPS-Kommunikation auf Basis von Industrial Ethernet-Technologien oder Feldbussystemen …
  • Steuerung und Kommunikation nach SCPI-Standard
  • Ethernet Interface zum Speichern im LAN-Netzwerk
  • Möglichkeit der Fernwartung und Fernkalibrierung
  • 4 x freier 24 V-Eingang
  • 16 x freier 24 V-Ausgang
  • Kommunikation mit PC-Software möglich

Sicherheit

  • Zweikreis-Sicherheitseingänge nach EN 50191
  • Warnlampenampelanschluss
  • Integrierte Plausibilitätskontrollen für alle Eingaben
  • Integrierte erklärende Hilfetexte pro Eingabe
  • Sicherheits- und Warnmeldungen

Der automatische Prüfablauf

Das GLP2-BASIC nutzt das schlanke Windows® Embedded. Sie haben immer alle relevanten Prüfergebnisse klar im Blick. Die übersichtliche Darstellung des Prüfablaufs ermöglicht ein strukturiertes und sehr effizientes Arbeiten.

Im Automatik-Modus werden die Prüfungen halb-/vollautomatisch durchgeführt. Zwischen allen mit dem Prüfobjekt verbundenen Messanschlüssen laufen die Prüfungen Schritt für Schritt vollautomatisch ab. 

Sollte der Bediener z. B. mit einer Prüfsonde einzelne Messpunkte am Prüfobjekt manuell abtasten müssen, kommt es zu einer Unterbrechung mit Hinweismeldung. Diese dauert so lange, bis die manuelle Aufgabe erledigt wurde. Anschließend läuft die Prüfung wieder vollautomatisch weiter. Die Prüfergebnisse werden automatisch bewertet und übersichtlich dargestellt.

Die Bearbeitung des Prüfablaufs erfolgt durch einfaches Hinzufügen oder Herausnehmen von Prüfschritten. So lässt sich die Prüfsequenz optimal an verschiedene Anforderungen anpassen. Jeder einzelne Prüfschritt ist individuell mittels Prüfparametern konfigurierbar.

Das umfangreiche integrierte Benutzermanagement gewährleistet, dass nur autorisierte Personen diese Veränderungen durchführen können.

Die Eingabe

Zur Bearbeitung der Prüfschritte werden diese einfach aufgerufen. Die Prüfparameter können einfach geändert und der Prüfablauf an die Prüfaufgabe angepasst werden. Alle Eingaben werden automatisch auf Plausibilität geprüft. Die Bedienung eines umständlichen Prüfplaneditors ist nicht notwendig. Zu jedem Prüfparameter können durch Anklicken des Fragezeichen-Buttons informative Erläuterungen zum jeweiligen Prüfparameter angezeigt werden.

Die Prüfparameter sind für jeden Bediener sichtbar, können aber nur von autorisierten Personen geändert werden.

Die Daten

Das GLP2 speichert Prüfpläne und Prüfergebnisse entweder lokal oder im Firmennetzwerk auf einem freigegebenen Netzlaufwerk. Wir empfehlen, die Prüfgeräte zu vernetzen.

Dies hat folgende Vorteile:

  • Alle Prüfgeräte im Netzwerk greifen auf die gleichen Prüfpläne zu.
  • Alle Prüfgeräte prüfen nach den gleichen Spezifikationen.
  • Die zentrale Speicherung für alle Prüfsysteme in einem globalen Netzwerk erleichtert es Ihnen, die Qualität Ihrer Produkte weltweit sicherzustellen. Unabhängig vom Standort.
  • Prüfpläne können unabhängig vom Prüfgerät an PC-Arbeitsplätzen eingesehen und bearbeitet werden.
  • Prüfergebnisse können an PC-Arbeitsplätzen angezeigt, ausgewertet und ausgedruckt werden.

Die Scripte

Die Scriptsprache stellt ein leicht verständliches und sehr mächtiges Werkzeug zur Individualisierung und spezifischen Anpassung des GLP2 zur Verfügung.

Dies bietet folgende Vorteile:

  • Individuelle Anpassungen durch den Benutzer
  • Ablaufsteuerung wie in einer SPS
  • Anpassung an komplexe Barcode-Inhalte
  • und vieles mehr

Die manuelle Messung

Das GLP2-BASIC stellt Ihnen sämtliche integrierten Prüfmethoden einzeln zur Verfügung – als hätten sie quasi für jede Prüfmethode ein einzelnes Prüfgerät vor sich stehen. 

Für die Nutzung des einzigartigen manuellen Modus ist kein Prüfplan notwendig. Der Bediener wählt lediglich die gewünschte Prüfmethode und startet das Prüfgerät.

In großen Zahlen werden die wichtigsten Messwerte dargestellt. Die weiteren Einstellungen sind ebenfalls übersichtlich visualisiert. Diese Funktion ist einzigartig. Sie ist ideal für Prüfungen im Labor oder am Reparaturplatz.

Der manuelle Modus

Wählen Sie die gewünschte Prüfmethode aus und starten Sie die Messung. Zum Beenden stoppen Sie die Messung wieder.

Ein Vergleich mit Grenzwerten findet allerdings nicht statt. Stattdessen werden kontinuierlich die Messwerte und eingestellten Prüfbedingungen angezeigt.

Während der laufenden Messung sind die Prüfparameter über das Touchdisplay verstellbar. Das ist ein großer Vorteil. Ihr Prüfobjekt ist dadurch ununterbrochen der Prüfbedingung ausgesetzt. Sie können es auf „Herz und Nieren“ testen und so lange Sie wollen belasten.

Nicht nur die Prüfbedingungen wie z. B. Prüfspannung und Prüfstrom sind veränderbar. Auch die angezeigten Istwerte und deren physikalische Einheiten lassen sich passend zur gewünschten Auswertung umschalten.

Bei Prüfgeräten mit mehreren Prüfanschlüssen sind die Prüfmethoden genau wie beim automatischen Prüfablauf, auf die verfügbaren Prüfanschlüsse schaltbar. Besser geht es nicht, denn die manuelle Messung kann dadurch zwischen beliebigen Prüfanschlüssen stattfinden. Die Auswahl der Prüfanschlüsse erfolgt bequem über das Touchdisplay. Für die Umschaltung sorgt die integrierte Relaismatrix.

Die automatische Prüfmethodenumschaltung und Mechatronik

Prüftechnik aus dem Hause SCHLEICH hat sich bereits tausendfach im täglichen Einsatz bewährt. Sie zählt zu den zuverlässigsten Produkten auf dem Markt und bietet einen hohen Nutzwert durch hervorragende Leistung und Genauigkeit.

Um Zeit zu sparen, können alle Anschlüsse des Prüfobjekts mit Hilfe eines Kontaktieradapters angeschlossen werden. Anschließend führt das Prüfgerät die vorgesehenen Prüfungen vollautomatisch ohne manuellen Eingriff durch. Dies wird durch die SCHLEICH-typische automatische Prüfmethodenumschaltung realisiert.

Bei Prüfobjekten mit mehreren Anschlüssen ist es wirtschaftlicher, alle Anschlüsse des Prüfobjekts sofort mit dem Prüfgerät zu verbinden. Das Prüfgerät führt dann vollautomatisch alle Prüfungen zwischen allen Anschlusspunkten durch. Diese Vorgehensweise reduziert die erforderliche Taktrate und damit die Kosten einer Prüfung. Die Umschaltung zwischen den verschiedenen Anschlüssen wird durch flexible Umschaltmatrizen realisiert.

Um die Zeit für den Anschluss eines Prüfobjekts mit vielen Anschlüssen gering zu halten, realisieren wir die häufig gewünschten Doppel- oder Mehrstationenanlagen. Dabei wird in einer Station be- und entladen und gleichzeitig in den anderen Stationen geprüft. Auf diese Weise können auch bei komplexen und umfangreichen Prüfungen sehr wirtschaftliche Ergebnisse erzielt werden.

Prüfmethodenumschaltung

Je nach Art und Umfang der Prüfmethoden bieten wir eine Vielzahl von Umschaltungen an. Diese gewährleisten einen schnellen und automatischen Wechsel zwischen den verschiedenen Prüfmethoden. Da die Spannungsunterschiede zwischen den Prüfmethoden sehr groß sein können, steht bei den Umschaltungen die Sicherheit an erster Stelle. Eine Widerstandsprüfung mit 3 V wird genauso zuverlässig auf den Prüfling geschaltet wie eine Hochspannungsprüfung mit 6000 V. Zum Schutz Ihrer Mitarbeiter und des Prüfobjekts. Und das ohne Kompromisse! Deshalb verwenden wir für Umschaltungen und Matrizen nur zigtausendfach bewährte, hochwertige Bauteile aus eigener Produktion oder von namhaften Herstellern.

Matrizen

Wir bieten für nahezu jede Aufgabenstellung die passende Relaismatrix. Die Matrizen unterscheiden sich in der Anzahl der Anschlüsse und in der Höhe der zu schaltenden Prüfspannung. Eine Matrix muss 6000 V ebenso sicher schalten und zuverlässig trennen wie Millivoltsignale. Genau dafür haben unsere Ingenieure die Matrizen entwickelt. Die Matrizen sind für Zwei- und Vierleiteranwendungen ausgelegt. Sie können aneinandergereiht werden, um die Anzahl der Anschlüsse beliebig zu erhöhen. Matrizen mit mehr als 100 Anschlusspunkten sind keine Seltenheit. Für Matrizen gilt das Gleiche wie für Prüfmethodenumschaltungen: Es wird nur beste Qualität verwendet.

Stationsumschaltung

Anstelle des Einsatzes von zwei oder mehr Prüfgeräten können Stationsumschaltungen eine wirtschaftliche Alternative darstellen, an die wir ebenfalls höchste Sicherheitsanforderungen stellen. Während in einem Prüfplatz die Prüfung läuft, wird der andere Prüfplatz be- oder entladen. Dabei berührt der Bediener zwangsläufig Klemmen und Anschlussleitungen. Durch das Berühren der Klemmen und Anschlussleitungen ist eine elektrische Gefährdung möglich. Deshalb sind die Messleitungen zu den Stationen, an denen gerade keine Prüfung stattfindet, sicher zu trennen. Darüber hinaus wird empfohlen, die Anschlüsse zum Prüfobjekt zusätzlich zu erden.

Mechatronik | Scriptsteuerung

Neben der Hardware bietet auch die Software eine enorme Flexibilität. Mit den integrierten Scriptbefehlen können Sie zusätzliche SPS-Funktionalitäten im Prüfgerät realisieren. Wie bei einer SPS können Eingänge abgefragt, Ausgänge gesetzt und logische Verknüpfungen erstellt werden.

Der wirtschaftliche Vorteil liegt in der direkten Steuerung von mechatronischen Funktionsabläufen. Sie können Ventile schalten, Endschalter abfragen, Messwerte selbst auswerten und vieles mehr. Das Prüfgerät ist somit in der Lage, vor, während und nach der Prüfung zusätzliche Funktionsabläufe zu generieren. Das ist ideal für eigene Prüfaufbauten oder auch für die Integration in eine automatisierte Fertigung.

Die Prüfmethoden

Schutzleiterwiderstandsprüfung

Die Prüfung des Schutzleiters erfolgt mit einem elektronisch geregelten, konstanten Prüfstrom. Aus dem Spannungsabfall am Schutzleiter und dem fließenden Strom berechnet das Prüfgerät den Schutzleiterwiderstand. Dieser darf den in den Normen festgelegten Maximalwiderstand nicht überschreiten. Mit einer Prüfsonde (separat zu bestellen) tastet der Bediener die zu prüfenden Schutzleiteranschlüsse nacheinander am Prüfobjekt ab. Die Prüfung erfolgt zwischen dem PE-Kontakt in der Prüfsteckdose und der Prüfsonde.

Isolationswiderstandsprüfung

Die Isolationsprüfung erfolgt mit einer elektronisch geregelten, konstanten Prüfspannung. Aus dem Spannungsabfall über der Isolation und dem fließenden Strom berechnet das Prüfgerät den Isolationswiderstand. Dieser darf den in den Normen festgelegten Mindestwiderstand nicht unterschreiten. Der Isolationswiderstand kann sowohl zwischen allen elektrischen Leitern (Geräte der Schutzklasse I) als auch zwischen den elektrischen Leitern und isolierten Gehäuseteilen (Geräte der Schutzklasse II) gemessen werden. Der Bediener tastet mit der Prüfsonde nacheinander die zu prüfenden Gehäuseteile ab. Am Ende der Prüfung erfolgt immer eine Entladung des Prüfobjekts.

Hochspannungsprüfung DC

Die Isolationsprüfung wird mit einer elektronisch geregelten, konstanten Hochspannung durchgeführt. Während der Prüfung darf der Prüfstrom einen vorgegebenen Maximalwert nicht überschreiten. Steigt der Strom über den Maximalwert, wird die Prüfung automatisch abgebrochen. Am Ende der Prüfung erfolgt immer eine Entladung des Prüfobjekts.

Hochspannungsprüfung AC

Die Isolationsprüfung wird mit einer elektronisch geregelten, konstanten Hochspannung durchgeführt. Während der Prüfung darf der Prüfstrom einen vorgegebenen Maximalwert nicht überschreiten. Überschreitet der Strom den Maximalwert, wird die Prüfung automatisch abgebrochen. Am Ende der Prüfung erfolgt immer eine Entladung des Prüfobjekts.

Funktionsprüfung

Die Funktionsprüfung Ihres Prüfobjekts erfolgt unter Betriebsspannung auf Basis der Stromaufnahme, des cos und/oder der Leistungsaufnahme des Prüfobjekts. Für jede Messgröße können Sollwerte und ±-Toleranzen vorgegeben werden. Liegt der elektrische Messwert innerhalb der Toleranz, ist das Prüfergebnis i.O. (in Ordnung). Die Prüfspannung für die Funktionsprüfung mit 5 A wird im Prüfgerät elektronisch erzeugt.

Die 5-A-Prüfung ist speziell für die Messung sehr kleiner Ströme ausgelegt. Damit können z. B. bei LED-Leuchten sehr kleine Leistungen gemessen und bewertet werden. Die Prüfspannung für die Funktionsprüfung mit 16 A wird nicht direkt aus der Netzzuleitung des Prüfgerätes entnommen, sondern über eine separate Prüfspannungszuleitung auf der Rückseite des Prüfgerätes eingespeist. Dadurch können hier unterschiedliche Prüfspannungshöhen eingespeist werden.

Ableitstromprüfung

Die Ableitstromprüfung wird während der Funktionsprüfung durchgeführt. Es wird geprüft, ob der Ableitstrom von den Leitern L+N nach PE (Erdableitstrom) oder zu isolierten Gehäuseteilen (Gehäuseableitstrom) nicht zu groß ist. Der Ableitstrom darf den in den Normen festgelegten Maximalstrom nicht überschreiten. Zur Prüfung des Gehäuseableitstromes tastet der Bediener mit der Prüfsonde nacheinander die zu prüfenden Gehäuseteile ab.

Ersatzableitstromprüfung

Die Ersatzableitstromprüfung wird nicht während der Funktionsprüfung durchgeführt. Es wird geprüft, ob der Leckstrom von den Leitern L+N nach PE (Erdableitstrom) nicht zu groß ist. Der Ableitstrom darf den in den Normen festgelegten Maximalstrom nicht überschreiten. Zur Prüfung wird eine niedrige Wechselspannung an die Anschlüsse des Prüfobjekts L+N gegen PE angelegt. Der dabei fließende Strom wird auf den Strom extrapoliert, der bei normaler Betriebsspannung fließen würde.

Das Prüfprotokoll

Alle Prüfergebnisse können entweder direkt nach der Prüfung oder zu einem späteren Zeitpunkt auf dem modernen Standardprotokoll ausgegeben werden. Die Sprache des Protokolls kann vor der Ausgabe individuell gewählt werden. Die Protokollierung erfolgt nach IEC 61934. Als Standardsprachen sind Deutsch, Englisch, Chinesisch, Dänisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch hinterlegt.

Ausdruck auf Papier

An das GLP2-BASIC kann jeder Windows® 10- oder 11-kompatible Drucker angeschlossen werden. Wie in Windows® üblich, genügt ein Klick auf das Druckersymbol und alle Messergebnisse werden automatisch ausgedruckt.

PDF-Datei erzeugen

Auf Wunsch erzeugt das GLP2-BASIC eine PDF-Datei, die auf einem USB-Stick, der internen Festplatte oder unter einem beliebigen Netzwerkpfad gespeichert wird. Die Speicherung auf dem USB-Stick erfolgt vollautomatisch im Hauptverzeichnis. Es ist kein „Kopieren und Einfügen“ in Windows® erforderlich.

Erzeugung einer CSV-Datei (optional)

Optional kann das GLP2-BASIC nach einem Prüfablauf auch eine CSV-Datei erzeugen. Die Datei wird unter einem beliebigen Netzwerkpfad gespeichert. Die Daten, die in die CSV-Datei übertragen werden, sind frei konfigurierbar und können an Ihre Bedürfnisse angepasst werden.

Das GLP2-BASIC Technologiepaket

Die Erweiterung des GLP2 mit dem Technologiepaket nutzt die umfangreichen Möglichkeiten von Windows® voll aus. Die Darstellung erfolgt auf einem externen Touch-Monitor, wobei sich das Bildschirmlayout dynamisch an die Auflösung des Monitors anpasst. Die Benutzeroberfläche präsentiert sich noch intuitiver und übersichtlicher als vom Standard gewohnt. Zur Steigerung der Leistungsfähigkeit wird ein vollwertiger PC eingesetzt.

Die bewährte Messhardware und die präzise Messtechnik sind identisch mit dem Standardgerät. Das Technologiepaket stellt ein Upgrade hinsichtlich der Bedienung dar.

Basierend auf dem Windows® PC, dem großen Touchdisplay und den sich daraus ergebenden technischen Möglichkeiten ist die Bedienoberfläche noch informativer und bedienerfreundlicher als bisher. Unsere Ingenieure haben alle modernen Eigenschaften des Windows® Betriebssystems konsequent genutzt. Das Ergebnis ist eine übersichtliche, schnörkellose Darstellung, die sich sehen lassen kann.

Zusätzlich zu den Funktionen der Standardsoftware wurde eine Prüfplanrevision inklusive einer umfangreichen Prüfplanhistorienverwaltung integriert. Neue oder geänderte Prüfpläne können nach dem Vier-Augen-Prinzip freigegeben werden. Die Freigabe der Prüfpläne erfolgt durch einen Kontrolleur und nicht durch den Prüfplanersteller.

mehr erfahren

Das GLP2-BASIC im Netzwerk

Prüfpläne und Prüfergebnisse können lokal oder alternativ auf einem zentralen Netzlaufwerk gespeichert werden. Dies gewährleistet eine hohe Sicherheit Ihrer Daten sowie einen optimalen Datenaustausch der Prüfpläne zwischen verschiedenen Prüfsystemen.

Das GLP2-BASIC ist bereits in der Grundausstattung netzwerkfähig. Diese Eigenschaft bietet die ideale Plattform zum Sammeln, Verwalten, Analysieren und Verteilen von Informationen.

Mit ergänzendem Technologie-Paket bietet das GLP2-BASIC darüber hinaus die Möglichkeit der Integration in eine komplexe Unternehmensdomäne und können auch mit ERP-, PPS-, MES- und CAQ-Systemen vernetzt werden. Für diese Anforderung bieten wir vielfach erprobte, konfigurierbare Lösungen an.

Netzwerkausfall

Jedes Prüfgerät speichert automatisch lokale Kopien der aktuellen Server-Prüfplandatenbank, um bei einem eventuellen Netzwerkausfall weiterarbeiten zu können.

Bei einem Netzwerkausfall werden die lokalen Prüfpläne verwendet und die Prüfergebnisse lokal auf dem Prüfgerät gespeichert.

Nach Wiederherstellung der Netzwerkverbindung überträgt das Prüfgerät die Prüfergebnisse automatisch zurück an den Server, so dass die Server-Datenbank wieder auf dem aktuellen Stand ist.

Komplexes globales Netzwerk für Prüfgeräte mit Technologie-Paket

Die Prüfgeräte können in beliebig komplexen Netzwerktopologien betrieben werden. Sie können eine unbegrenzte Anzahl von Prüfgeräten an verschiedenen Unternehmensstandorten weltweit installieren und mit dem zentralen Netzwerklaufwerk verbinden. Unsere Erfahrung in der globalen Vernetzung von Prüfgeräten gibt Ihnen dabei die Sicherheit, unabhängig vom Produktionsstandort die gleiche Produktqualität zu erhalten. Probleme bei der Überarbeitung von Prüfplänen gehören damit der Vergangenheit an.

Selbstverständlich können alle Prüfplan-, Druck-, Etiketten- und Statistikarbeiten auch an den einzelnen Prüfgeräten durchgeführt werden. Um jedoch den Produktionsablauf nicht zu stören, ist es in vernetzten Systemen sinnvoll, dafür separate Arbeitsplätze zu verwenden.

Die PC-Software editor&printer kann daher auf verschiedenen Workstations installiert werden.

Etikettenvorlagen können auch zentral auf einem Netzlaufwerk gespeichert werden. Das Prüfgerät lädt dann je nach Prüfplan die entsprechende Vorlage und druckt die Etiketten nach der Prüfung aus. Durch die zentrale Speicherung auf dem Netzlaufwerk ist sichergestellt, dass alle angeschlossenen Prüfgeräte immer die gleiche Etikettenvorlage verwenden.

Im Falle einer notwendigen Fernwartung können wir uns temporär in Ihr Netzwerk einwählen und direkt auf das einzelne Prüfgerät zugreifen. Wir sehen direkt den Bildschirminhalt des Prüfgeräts. Mit Ihrer Erlaubnis hätten wir auch Zugriff auf Maus und Tastatur. Diese Möglichkeiten sind ideal für einen qualifizierten Support. Die Fernwartung ist natürlich nur mit Ihrer Zugriffsfreigabe möglich.

PC-Software editor&printer

Prüfpläne editieren

Die Prüfplanerstellung erfolgt häufig direkt am Prüfgerät. Alternativ können Prüfpläne mit der kostenlos zum Lieferumfang gehörenden Software editor&printer auch am PC verwaltet, bearbeitet und gespeichert werden. Die Prüfplanerstellung am PC hat den Vorteil, dass die laufende Produktion nicht gestört wird. An den Prüfgeräten kann gearbeitet werden. Die Software stellt sich am PC ähnlich dar wie am Prüfgerät. Dadurch ist die Bedienung nahezu identisch und somit leicht erlernbar.

Die Software wird in zwei Betriebsarten eingesetzt:

  •     Datenaustausch über USB-Memory-Stick | Offline-Betrieb
  •     Datenaustausch über PC-Netzwerk | Online-Betrieb

Drucken von Prüfergebnissen

Mit der Software können Sie auf einfache Weise Prüfprotokolle erstellen und ausdrucken. Dazu lesen Sie die Prüfergebnisse von einem Prüfgerät ein, filtern diese nach den zu druckenden Prüfungen und erstellen detaillierte und übersichtliche Berichte.

Alle Fakten im Überblick

Einzelprüfgeräte für HV AC/DC, PE oder Iso
Kombinationsprüfgeräte mit bis zu 21 Prüfmethoden und integrierter Prüfmethodenumschaltung

  • Schutzleiterprüfgeräte bis 30 A
  • Isolationsprüfgeräte bis 6 kV
  • Hochspannungsprüfgeräte AC bis 6 kV
  • Hochspannungsprüfgeräte DC bis 6 kV
  • Funktionsprüfung bis 16 A
  • Alle Prüfmethoden vollelektronisch verschleißfrei geregelt
  • Voll- und teilautomatisch ablaufende Prüfungen
  • Manuelle Prüfungen
  • Sicher nach EN 50191 (Errichten und Betreiben elektrischer Prüfanlagen)
  • 2-kanalige Sicherheitseingänge
  • PL e, SIL 3, Cat. 4 -Sicherheitskreis (je nach Gerätevariante und Gefährdungsgrad)
  • Sicherheitskreise mit zwangsgeführten Sicherheitsrelais
  • Hohe Prozesssicherheit
  • Intuitives Bedienkonzept über 7″-Touchdisplay plus HDMI-Anschluss
  • Ergänzende Eingabe per Tastatur und Maus möglich
  • Einlesen beliebiger 1D- und 2D-Barcodes
  • Ethernet, WLAN, USB und serielle Schnittstelle
  • Integrierte „SPS-Funktionalität“ über frei programmierbare Script-Sprache
  • Kommunikation via RS232 und/oder SCPI-Standard-Kommandos
  • Datenbank für Prüfpläne und Prüfergebnisse
  • Benutzerverwaltung
  • Protokolldruck
  • Frei konfigurierbarer Etikettendruck für Thermotransferdrucker
  • Mehrere Etikettendrucker ansteuerbar
  • Volle Netzwerkkonnektivität
  • Möglichkeit zur Fernwartung oder Fernkalibrierung
  • Fernsteuermöglichkeit für Automatisierung
  • Inklusive editor&printer zum Speichern und Drucken der Prüfergebnisse auf einem PC
  • Fernsteuerbar zur Automatisierung
  • Tisch- oder 19″- Einschubgerät für die Automatisierung
  • Standardgerät/Seriengerät ab Lager bzw. sehr kurze Lieferzeit
  • Optimal für OEMs
  • Inklusive rückführbarem Werkskalibrierschein
  • Inklusive SCHLEICH.CARE.PREMIUM

Die Anwendungsgebiete

Das GLP2-BASIC ist für ein breites Anwendungsspektrum konzipiert und kann durch eine Vielzahl konfigurierbarer Optionen exakt an Ihre Bedürfnisse angepasst werden. Sie erhalten genau das Prüfgerät, das optimal zu Ihrer täglichen Arbeit passt.

Manuelle Prüfung | Prüfplatz – Reparaturplatz – Labor

Der einzigartige manuelle Modus ermöglicht es, alle im Prüfgerät integrierten Prüfmethoden bei Bedarf direkt manuell anzuwenden. Eine vorherige Parametrierung der Prüfungen ist nicht erforderlich. Sie wählen einfach die gewünschte Prüfmethode aus und starten Ihre Prüfung. Die Software liefert Ihnen, ähnlich wie ein Multimeter, immer die aktuellen Messwerte. Eine Beurteilung Ihres Prüfobjekts ist somit sofort und in allen Details möglich.

Auch Langzeitanalysen über Stunden, Tage und Wochen sind in dieser Betriebsart problemlos durchführbar.

Teilautomatische Prüfung | Fertigung

Eine typische Prüfung in der Produktion kann manuell über Prüfsonden oder teil- und vollautomatisch erfolgen. Das GLP2-BASIC ist durch seine Flexibilität und komfortable Bedienerführung genau für diese Anwendungen geeignet. Für die Prüfung unterschiedlicher Prüfobjekte können im GLP2-BASIC nahezu beliebig viele Prüfabläufe hinterlegt werden. Diese können direkt über das integrierte Touchdisplay, eine externe PC-Tastatur oder über einen Barcodescanner gestartet werden.

Bei Bedarf kann das Prüfgerät nach Abschluss der Prüfung direkt ein Etikett erstellen. Zusätzlich können eine Vielzahl von Auftragsdaten hinterlegt werden, die neben den Prüfergebnissen auf dem SCHLEICH-Standardprotokoll ausgedruckt werden können.

Vollautomatische Prüfung | Serienfertigung

Das GLP2-BASIC lässt sich nahtlos in Ihre Produktionslinie integrieren. Die Geräteabmessungen basieren auf einem 19“-Gehäuse, wodurch sich das Prüfgerät perfekt in Ihre Anlage einfügen lässt. Zusätzliche flexible Schnittstellen ermöglichen Ihnen die komfortable Fernsteuerung. Die Anbindung an einen Steuerungscomputer oder eine SPS ist leicht umzusetzen.

Sie können für unterschiedliche Prüfobjekte nahezu beliebig viele Prüfsequenzen hinterlegen. Über die Schnittstelle rufen Sie diese direkt auf und starten anschließend die Prüfung. Alle Prüfergebnisse sind über die Schnittstelle abrufbar und können so über den Steuerungscomputer in einer zentralen Datenbank abgelegt werden. Zusätzlich ist es möglich, die Prüfergebnisse lokal auf dem Prüfgerät oder direkt im Computernetzwerk zu speichern.

Für eine noch höhere Automatisierungsflexibilität oder zur Steuerung komplexerer Abläufe empfehlen wir alternativ unsere Prüfgeräte der GLP2-MODULAR-Klasse. Beide Geräteklassen setzen wir erfolgreich in unseren Systemlösungen ein.

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