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Know How

Relaismatrix

Standardmatrix

Das Bild zeigt das Grundprinzip der Relaismatrix bei der Hochspannungsprüfung. Die beiden Pole des Hochspannungsprüfgerätes werden auf eine Art Bus gelegt. An diesem Bus sind 2 Relais pro Prüfpunkt angeschlossen. Der Tester kann auf der Matrix jedes Relais einzeln ansteuern. Dadurch ist es möglich, dass an jedem Anschlusspunkt entweder der erste oder der zweite Pol der Hochspannung angeschlossen werden kann.

Zum Prüfen wird vom Einrichter ein Prüfplan erstellt. Dieser Prüfplan besteht aus einzelnen Schritten, die später beim Prüfen nacheinander ablaufen. Im Prüfplan wird pro Prüfschritt festgelegt, welcher Pol des Hochspannungsprüfgeräts an welchem Anschlusspunkt liegen soll. Dadurch ist eine beliebige Prüfkombination der einzelnen Anschlusspunkte untereinander möglich. Es kann „jeder gegen jeden“ geprüft werden. Natürlich ist es möglich, dass nicht nur zwischen 2 Anschlusspunkten gleichzeitig geprüft wird. Es können in einem Prüfschritt beliebig viele Anschlusspunkte gleichzeitig einbezogen sein.

Vierleitermatrix für die Widerstandsmessung

Es ist problemlos möglich, die Matrix für die Vierleitermessung auszulegen. Dazu sind pro Anschlusspunkt zwei weitere Relais, also insgesamt vier notwendig. Der Aufwand ist somit doppelt so hoch, da nicht nur die Messleitung, sondern auch die sense-Leitung geschaltet werden muss. Das nachfolgende Bild zeigt die Matrix mit Vierleitermessung am Beispiel einer Widerstandsprüfung.  Der Vorteil dieser Technik ist, dass Leitungs-, Relaiskontakt- und andere Übergangswiderstände automatisch kompensiert werden. Sie erhalten immer eine perfekte Widerstandsmessung.

Vierleitermatrix für die Hochspannungsprüfung

Die Vierleitermessung lässt sich auch bei der Hochspannungsprüfung einsetzen. Der Vorteil liegt darin, dass die am Prüfling anliegende Hochspannung zum Tester zurückgeführt wird. Dadurch wird gleichzeitig eine Anlegekontrolle durchgeführt. Nur wenn sich die vom Prüfling zurückgeführte Spannung in korrekter Höhe messen lässt, liegt die Spannung auch wirklich am Prüfling an. Dies ergibt in automatischen Prüfabläufen die notwendige Prozesssicherheit.

Statt einer Messung der in den Tester zurückgeführten Spannung, kann diese auch mit einem hochspannungsfesten Abschlusswiderstand belastet werden. Durch den Abschlusswiderstand fließt bei korrekter Funktion dann ein entsprechender Strom. Dieser lässt sich als Mindeststrom auswerten. Bei SCHLEICH-Testern lässt sich dieser Mindeststrom zur Anlegekontrolle auswerten.

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