Know How

HV-Rampe / Hochspannungsprüfung mit Spannungsrampe

Bei der Hochspannungsprüfung kann es erforderlich sein, die Prüfspannung rampenförmig zu verändern. Dies ist insbesondere bei Typprüfungen der Fall, bei denen Normen eine definierte Spannungsrampe vorschreiben. Auch bei der Prüfung von Motoren, beispielsweise nach einer Reparatur, wird diese Vorgehensweise häufig angewendet.

Ein weiterer Anwendungsfall ergibt sich bei stark kapazitiven Prüflingen, die mit Gleichspannung geprüft werden. Um hohe Einschalt- und Ladestromstöße zu vermeiden, wird die Spannung in diesem Fall bewusst langsam erhöht.

Das dargestellte Bild zeigt ein typisches Spannungsprofil: Die Spannung wird schrittweise hochgefahren, verbleibt jeweils kurz auf einem konstanten Niveau und wird anschließend weiter erhöht. Nach Abschluss der Prüfung wird die Spannung kontrolliert und gleichmäßig wieder abgesenkt.

Die vom Prüfgerät elektronisch erzeugte Hochspannung zeichnet sich durch eine sehr hohe Genauigkeit aus. Das Hoch- und Herunterfahren der Spannung erfolgt über frei parametrierbare Rampen absolut reproduzierbar und ohne jegliche Überschwinger. Die Sollspannung wird jederzeit exakt eingehalten.

Dank moderner Leistungselektronik ist zudem eine extrem schnelle Abschaltung im Falle eines Durchschlags oder Fehlers gewährleistet – für maximale Sicherheit von Prüfling und Bediener.

         

Das Bild zeigt eine ansteigende Spannungsrampe. Auf der linken Seite ist der Spannungsanstieg über drei Perioden dargestellt, auf der rechten Seite über acht Perioden.

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