Know-how
Blackbox‑Test – Die tägliche Funktionskontrolle Ihres Prüfgeräts

Zur regelmäßigen, täglichen Überprüfung Ihres Prüfgeräts wird eine Blackbox (Prüfdummy) angeschlossen. Sie dient dazu sicherzustellen, dass die vom Prüfgerät gemessenen Werte mit den referenzierten Sollwerten der Blackbox übereinstimmen.
Wie funktioniert der Blackbox‑Test?
Die Blackbox wird am Prüfgerät angeschlossen.
Das Prüfgerät misst die definierten Werte der Blackbox.
Stimmen die ermittelten Werte innerhalb der zulässigen Toleranzen mit den Blackbox‑Referenzwerten überein, wird das Gerät automatisch freigegeben.
Weichen die Messwerte ab, sperrt sich das Prüfgerät. Eine Nutzung ist erst wieder möglich, nachdem ein Blackbox‑Test mit iO‑Ergebnis erfolgreich abgeschlossen wurde.
Die Blackboxen sind typischerweise als Gut/Schlecht‑Blackboxen aufgebaut. Dadurch lässt sich der gute und der schlechte Zustand überprüfen.
Verhalten bei Fehlern (niO‑Ergebnis)
Wenn ein Blackbox‑Test mit niO (nicht in Ordnung) bewertet wird:
- sperrt sich das Prüfgerät sofort,
- die Ursache der Abweichung muss identifiziert und behoben werden,
- erst bei einem erneuten iO‑Ergebnis wird das Gerät wieder freigegeben.
Dieses Vorgehen verhindert Fehlprüfungen und sorgt für eine dauerhaft hohe Prüfqualität.
Wann wird die Blackboxprüfung durchgeführt?
Die Auslösebedingungen sind je nach Prüfgerät frei konfigurierbar:
- zeitabhängig (z. B. täglich)
- stückzahlabhängig (z. B. nach X Prüfungen)
- beim Einschalten des Geräts (Standard Einstellung)
Damit wird sichergestellt, dass das Prüfgerät stets zuverlässig arbeitet.
Aufbau einer Blackbox
Eine Blackbox besteht typischerweise aus:
- einem Anschluss zum Prüfgerät
- Präzisionswiderständen und/oder Induktivitäten
- Ausführungen für eine oder mehrere Prüfmethode(n)
Jede Blackbox wird mit Angabe der Widerstandswerte ausgeliefert. Dadurch können Sie alle Prüfparameter korrekt in Ihrem Prüfgerät hinterlegen.

