
In einer Messbox befindet sich die gesamte Messtechnik, um bis zu vier Lampen zu prüfen. Des weiteren befinden sich in der Messbox auch die Temperaturfühleranschlüsse. Die Messbox wird über einen sicheren CAN-Bus mit dem PC verbunden. Über diesen CAN-Bus erfolgt die Fernsteuerung und schnelle Datenübertragung zwischen PC und Messbox. Der CAN-Bus bietet auch die Möglichkeit, nicht nur eine, sondern mehrere Messboxen anschließend zu können. Bei Bedarf kann der PC auch direkt in einer Messbox integriert sein. An einer Messbox können Sie maximal vier Lampen anschließen. Es kann sich hierbei um einzelne Leuchten mit jeweils einer Lampe, als auch z.B. um eine Leuchte mit insgesamt vier einzelnen Lampen (Leuchtmitteln) handeln. Des weiteren können Sie an einer Messbox bis zu maximal 92 Temperaturfühler anschließen. Eine Widerstandsprüfung und/oder eine Leistungsmessung mittels PowerAnalyzer kann ebenfalls in der Messbox integriert werden. - Glühlampenleuchten
- induktive Leuchtstoffleuchten
- kapazitive Leuchtstoffleuchten
- Niedervoltleuchten mit konventionellem Transformator
- Niedervoltleuchten mit elektronischem Transformator
- Leuchten mit EVGs
- Quecksilberdampfleuchten
- Natriumdampfleuchten
- ...
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 | Zum Anschließen einer Lampe stellt der Tester ein Leuchtenanschlussfeld, mit jeweils 10 Polbuchsen pro zu prüfender Leuchte zur Verfügung. Hier können Sie über Messleitungen Ihren Prüfling anklemmen. Es können bis zu max. 4 Leuchtenanschlussfelder in einer Messbox untergebracht werden. Bei der Verwendung mehrerer Messboxen, können die einzelnen Lampen einer Leuchte auch verteilt an den Leuchtenanschlussfelder verschiedener Messboxen angeschlossen werden. Dadurch ist die maximale Ausnutzung aller Leuchtenanschlussfelder gewährleistet. |
Die folgende Tabelle zeigt einige Anschlussbeispiele für die Verwendung von 4 Leuchtenanschlussfelder: | Anschlussfeld 1 | Anschlussfeld 2 | Anschlussfeld 3 | Anschlussfeld 4 | | 1 | 1.Leuchte 1-flammig | 2.Leuchte 1-flammig | 3.Leuchte 1-flammig | 4.Leuchte 1-flammig | | 2 | 1.Leuchte 2-flammig | 1.Leuchte 2-flammig | 2.Leuchte 1-flammig | 3.Leuchte 1-flammig | | 3 | 1.Leuchte 2-flammig | 1.Leuchte 2-flammig | 2.Leuchte 2-flammig | 2.Leuchte 2-flammig | | 4 | 1.Leuchte 2-flammig | 2.Leuchte 2-flammig | 1.Leuchte 2-flammig | 2.Leuchte 2-flammig | | 5 | 1.Leuchte 3-flammig | 1.Leuchte 3-flammig | 1.Leuchte 3-flammig | 2.Leuchte 1-flammig | | 6 | 1.Leuchte 4-flammig | 1.Leuchte 4-flammig | 1.Leuchte 4-flammig | 1.Leuchte 4-flammig | | 7 | 1.Leuchte Netzklemme1 | 1.Leuchte Netzklemme2 | 2.Leuchte 2-flammig | 2.Leuchte 2-flammig | | 8 | 1.Leuchte Netzklemme1 | 1.Leuchte Netzklemme2 | 2.Leuchte Netzklemme1 | 2.Leuchte Netzklemme2 | | 9 | 1.Leuchte Netz1 | 2flammig | 1.Leuchte Netz1 | 2flammig | 1.Leuchte Netz2 | 2flammig | 2.Leuchte Netz2 | 2flammig |
Hier sind beliebige Zuweisungen von Leuchten und Leuchtenanschlussfeldern möglich. Dies bedeutet, dass es auch möglich ist, z. B. die Anschlüsse der zweiten Lampe, der ersten Leuchte zuzuordnen. Dies ist z. B. dann notwendig, wenn eine Leuchte mehr als einen Netzanschluss (also mindestens 2 Lampen) hat. Des Weiteren kann die flexible Zuordnung notwendig sein, falls die Leuchte mehr als eine Lampe hat. Um dazu an den weiteren Leuchtmitteln auch die Stromaufnahme und die Spannung einzeln messen zu können, muss ebenfalls ein weiteres Leuchtenanschlussfeld dieser Leuchte zugewiesen werden können. Dies führt dazu, dass für eine 4-flammige Leuchte alle 4 Leuchtenanschlussfelder einer Messbox benötigt werden. Die gewählte Konfiguration, teilen Sie der Software mit. Die Zuordnung der Leuchtenanschlussfelder kann auch Messbox-übergreifend erfolgen. Dies bedeutet, dass z. B. ein Leuchtenanschlussfeld der 2. Messbox einer schon an der ersten Messbox angeschlossenen Leuchte zugewiesen werden kann. Durch diese variable Zuordnung der Lampenanschlüsse ist das Leuchtenerwärmungsprüfgerät äußerst flexibel einsetzbar. top
Zur automatischen Leuchtenerwärmungsprüfung nach EN 60598 wird am Netzanschluss der Leuchte, eine Spannung definierter Höhe eingespeist. Es handelt sich dabei nach Norm um 4 Prüfspannungen, die in einem festgelegten zeitlichen Ablauf auf die Leuchte geschaltet werden. Bei jeder Spannungsstufe wird das Erwärmungsverhalten der Leuchte ermittelt. Zusätzlich stellt der Tester für Sonderprüfungen, einen 5. Spannungseingang für eine weitere beliebige Spannung zur Verfügung. Diese kann für verschiedene Spezialzwecke verwendet werden. Die Spannungen sind: - U1: 0,9 fach von Unenn
- U2: 1,0 fach von Unenn
- U3: 1,06 fach von Unenn
- U4: 1,1 fach von Unenn
- U5: x beliebige freie Spannung
Die einzelnen, bauseits vorhandenen Prüfspannungen, werden außerhalb der Messbox eingeregelt und stabilisiert. Hierzu werden üblicherweise ein Stelltransformatoren und Konstanter eingesetzt. Die vier Norm-Prüfspannungen werden auf der Rückseite der Messbox über einzelne Hartingstecker zugeführt. Die 5. Prüfspannung kann bei Bedarf über Polbuchsen zugeführt werden. Pro zu prüfender Lampe/Leuchte, steht eine der 5 Spannungen zur Verfügung. Die automatische Auswahl der Spannung erfolgt über eine integrierte 5-fach Schaltmatrix. Jede zu prüfende Lampe/Leuchte wird somit, unabhängig von den Prüfzuständen die gerade an anderen Leuchten anliegen, automatisch mit einer der 5 Spannungen versorgt. An den verschiedenen Anschlussmöglichkeiten der Leuchte, können die folgenden Werte gemessen werden: - Spannung
- Strom
- Leistung | Schein-, Wirk- und Blindleistung
- cos phi | kapazitiv und induktiv
Da mittlerweile auch sehr viele elektronische Komponenten in Leuchten verwendet werden, ist es notwendig, ein Messsystem mit sehr hohem Frequenzgang zu verwenden. Aus diesem Grund verwenden wir 1-phasige Leistungsmesser von DC bis 500KHz für derartige Messaufgaben. Hier liegt ein besonderes Unterscheidungsmerkmal von SCHLEICH-Leuchtenerwärmungstestern, im Vergleich zu anderen Marktteilnehmern. Während des Prüfablaufs, werden die elektrischen Werte, zyklisch nacheinander abgefragt. Dafür sorgt in einem automatischen Ablauf die Software. Bei der Widerstandsprüfung nach EN 60598 wird am Vorschaltgerät der Leuchte der Widerstand gemessen. Dies gilt nur für induktive Vorschaltgeräte. An elektronischen Vorschaltgeräten (EVG´s) kann keine Widerstandsprüfung durchgeführt werden. Die Widerstandsprüfung dient zur Bestimmung der Wicklungstemperatur des Vorschaltgeräts. Hierfür ist Voraussetzung, dass der Widerstand im kalten Zustand am Vorschaltgerät vor Beginn der Prüfung automatisch gemessen wurde. Unter Berücksichtigung der Raumtemperatur, des Kaltwiderstands und des Warmwiderstands kann dann die Wicklungstemperatur im warmen Zustand automatisch errechnet werden. Zur vollautomatischen Erfassung der Prüflingstemperaturen bei der Leuchtenerwärmungsprüfung nach EN 60598, werden dazu an der Leuchte an diversen Stellen Temperaturfühler montiert. Falls die Temperaturfühler an Gehäuseteilen der Leuchte montiert werden, liegen die Temperaturfühler in der Regel auf Erdpotenzial. Es kann allerdings auch vorkommen, dass Temperaturfühler direkt auf stromführenden Leitern platziert werden müssen. In diesem Fall können die Temperaturfühler eventuell auch auf Netzspannung liegen. Aus diesem Grund, gibt es aus Sicherheitsgründen auch Temperaturfühlereingänge, die potentialfrei aufgebaut sind. Dies bedeutet, dass jeder Fehler über eine Potentialtrennung an der Messtechnik angeschlossen ist. Zum Anschließen der Temperaturfühler stehen entsprechend geeignete Temperaturfühlerstecker auf der Frontplatte der Messbox zur Verfügung. Hierbei sind immer acht Temperaturfühler zu einer Gruppe zusammengefasst. Während des Prüfablaufs, werden die Temperaturmessstellen zyklisch nacheinander abgefragt. Dafür sorgt in einem automatischen Ablauf die Software. Auf der Basis der Messwerte, werden dann grafisch die Temperaturverläufe dargestellt. top
Nachdem die Erwärmungsprüfung an einer Leuchte abgeschlossen ist, ist das Leuchtenanschlussfeld für neue Messungen frei verfügbar. Schon während andere Messungen noch laufen, kann eine neue Leuchte angeschlossen und zum Prüfen vorbereitet werden. Anschließend wird die Prüfung an dieser neu konfigurierten Leuchte auch sofort gestartet. top
| Konfigurieren der Messung | | Konfigurieren der Messung | 
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| Konfigurieren der Messung | | Konfigurieren der Messung | 
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| Darstellung am Ende der Messung | | Darstellung am Ende der Messung | 
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Zur Kommunikation mit der Außenwelt hat der Tester diverse Schnittstellen. Diese werden vorzugsweise zum Drucken oder zur Netzwerkverbindung verwendet. top
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